Die Warenexporte der Türkei erreichten im September 2026 25,976 Milliarden US-Dollar. Gegenüber September 2025 entspricht das einem Anstieg von 15,4 Prozent. Die Importe wuchsen um 5,9 Prozent auf 31,208 Milliarden US-Dollar, wie die vorläufigen Zahlen des türkischen Handelsministeriums zeigen.
Der Monatswert ist stärker als der bisherige Jahrestrend
Das Handelsdefizit sank im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 24,8 Prozent auf rund 5,2 Milliarden US-Dollar, berichtet das Strategie- und Budgetpräsidium.
Im Zeitraum Januar bis September stiegen die Exporte dagegen um 5,2 Prozent, die Importe um 5,4 Prozent. Der kräftige September allein belegt somit noch keine dauerhaft beschleunigte Exportentwicklung.
Deutschlands Bedeutung bleibt sichtbar
Die gesonderten August-Daten des Statistikamts TÜİK zeigen: Deutschland war von Januar bis August 2026 das wichtigste Zielland türkischer Warenexporte. Die Ausfuhren nach Deutschland beliefen sich auf 15,045 Milliarden US-Dollar. Dieser Zeitraum ist vom September-Berichtsmonat zu unterscheiden.
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Was deutsche Unternehmen daraus ableiten können
Einordnung von On Business Insight: Steigende Exporterlöse sind ein relevantes Signal. Sie beweisen jedoch weder eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit sämtlicher Branchen noch höhere Gewinnmargen einzelner Lieferanten.
Für Einkäufer und Geschäftspartner bleiben deshalb Absatzmengen, Preise, Lieferfähigkeit und die Nachfrage im jeweiligen Segment entscheidend. Die September-Zahlen geben Anlass, den türkischen Markt genauer zu beobachten—eine Prüfung konkreter Unternehmen ersetzen sie nicht.
Datenhinweis: Die September-Angaben sind vorläufig. Geldbeträge werden in US-Dollar ausgewiesen; Veränderungsraten beziehen sich auf den entsprechenden Vorjahreszeitraum.



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