Die umfassende Studie des Dateninstituts beleuchtet anhand aufschlussreicher Daten die sich verändernden Wertvorstellungen, Konsumgewohnheiten und Zukunftserwartungen der Bevölkerung.

Die Befragung von 5.600 Personen aus dem gesamten Land macht deutlich: Wirtschaftlicher Druck, zunehmende Digitalisierung, Vertrauensverluste und neue Lebensprioritäten prägen starke Trends. Der Bericht zeigt, dass sich das Verbraucherverhalten auf dem Weg ins Jahr 2026 tiefgreifend wandelt.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Türkei-Trends 2026“ im Überblick:

Schrumpfende Mittelschicht verstärkt „Sanduhr-Gesellschaft“

Einer der auffälligsten Befunde: 77 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass es in der Türkei „praktisch keine Mittelschicht mehr gibt“. 69 Prozent blicken mit Sorge auf ihre wirtschaftliche Zukunft.

Für Marken bedeutet dies, ihre Strategien für Produkte und Kommunikation im mittleren Segment neu zu überdenken.

Vertrauen findet neue Heimat: die Familie

Die Vertrauenslandschaft verändert sich stark. 90 Prozent der Teilnehmenden geben an, dass sie am meisten ihrer Familie vertrauen, während das Vertrauen in traditionelle Institutionen niedrig bleibt.

Vertrauen in Wissenschaftler liegt bei 27 Prozent, in die Medien sogar nur bei 2 Prozent.

Neue Konsumära: die „Sinnökonomie“

Das Konsumverhalten in der Türkei befindet sich im Umbruch. 67 Prozent der Befragten geben an, Qualität statt Quantität zu suchen. Der Begriff des „guten Lebens“ wird zunehmend über mentale und emotionale Wohlbefinden statt über materiellen Wohlstand definiert.

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Für Marken ist dies ein klarer Hinweis, stärker auf werteorientierte Kommunikation zu setzen.

Die Kultur der „kleinen Belohnungen“ wächst

Aufgeschobene große Ausgaben werden immer häufiger durch kleine Freuden ersetzt. 65 Prozent der Bevölkerung greifen zu kleinen, günstigen Belohnungen, um sich zu motivieren. Dazu zählen vor allem besondere Süßwaren, Kaffeeerlebnisse und preiswerte Modeartikel.

Mehr Digitalisierung – weniger Vertrauen

Während die Türkei bei der Digitalisierung Fortschritte macht, nimmt die Unsicherheit zu. 73 Prozent sorgen sich um die Nutzung ihrer persönlichen Daten, 76 Prozent fürchten Cyberangriffe oder Online-Betrug.

Dies stellt digitale Plattformen und Marken vor eine zentrale Vertrauensherausforderung.

Der „Rabattjäger“-Trend breitet sich aus

78 Prozent vergleichen vor jedem Einkauf die Preise. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten wird der Konsum in der Türkei zunehmend preisbewusst, vorsichtig und recherchestark.

Der Bericht „Türkei-Trends 2026“ des Dateninstituts zeigt, wie schnell und vielschichtig sich sowohl das Verbraucherverhalten als auch gesellschaftliche Werte verändern. Für Marken, Behörden und politische Entscheidungsträger bildet diese Analyse einen wichtigen Leitfaden, um die Türkei der Zukunft zu verstehen.

Quelle: Dateninstitut – Türkei-Trends 2026